
Es fing an mit der dritten Ausgabe von Geolino. Nebenher gab es noch die Flohkiste. Das waren meine ersten Zeitschriften-Abos. Damals noch zu Grundschulzeiten. Irgendwann war ich dann natürlich raus aus der Zielgruppe. Nach einem Praktikum in einem Musikladen kam dann Soundcheck dazu, dass ich bis heute habe.
Um einen Input in Sachen Glauben zu bekommen und um etwas zu haben was über eine Kirchengemeinde hinausgeht (Die ich ich zu der Zeit eigentlich nicht hatte) besorgte ich mir eine Abo der Zeitschrift Dran. Nebenher lief und läuft noch eine Zeitschrift eines Berufsverbandes aus meine Branche. Da man sich ja auch bilden sollte begann ich Zeitung zu lesen. Für einen informierten Menschen gehört ein Zeitungs-Abo einfach dazu. Dachte ich. Nur die Zeitung in der Ecke macht einen auch nicht schlauer wenn man sie nicht liest. Die Taz im Abo gab es zu Weihnachten. Die Ausgaben kamen täglich und ich kam mit dem lesen nicht hinterher. Also ein Wechsel zum Wochenend-Abo. Auch jetzt landeten immer noch viele Ausgaben fast ungelesen im Müll.
Zu der Informationsflut auf Papier gesellte sich ab dem Zeitpunkt als es DSL gab und ich meinen ersten Computer hatte, die Informationsflut aus dem Internet. Was die Zeit zum lesen von gedrucktem nochmal einschränkte. Gerade bei den Zeitungen habe ich gemerkt, dass ich mehr gelesen habe wenn ich mir Ausgaben am Kiosk gekauft habe und nicht wenn sie einfach so ins Haus flatterten und direkt verfügbar waren,da sie in meiner überquellenden Lesekiste lagen. Eine Geldfrage ist es natürlich auch.
Und so überlege ich auch mein letztes Abo zu kündigen. Nicht weil ja alles im Internet steht. Das lesen auf Papier und das lesen auf irgendeinem Display sind für mich immer noch zwei paar Stiefel. Ich habe zu allen Zeitschriften und Zeitungen die mich interessieren einen extrem leichten Zugang. Ich komme auf meinem Weg zur Arbeit an gefühlt fünf Zeitungsständen vorbei. Somit ist es wahrscheinlich besser sich den Lesestoff dann zu kaufen, wenn man ihn auch wirklich konsumieren möchte und nicht daheim zu horten auf den Verdacht ihn irgendwann mal lesen zu wollen.
Wir sind in der Frankfurter Allgemeinen (Zeitung) !!! Klingt schon mal ziemlich super und total nach Bildungsbürgertum wenn man nicht nur die Zeitung liest, was ich ja nicht tue, sondern sogar drin steht.
Zur Erklärung: Die Schwester meiner Mitbewohnerin hatte die super Idee und die Aufgabe ihres Deutschlehrers einen Bericht über das Leben in einer WG für Jugend schreibt zu verfassen. Und da sind wir ja in jeder Hinsicht die beste Wahl für die Recherche.
Da der Artikel quasi direkt nach dem erscheinen hinter eine Paywall gepackt wurde, kann man ihn jetzt hier lesen
http://www.wuala.com/chrib/Public/Fliegende%20Töpfe%20%2023.5.12.pdf/
Politische Psychologie zwischen Topfpflanzen, Putzmitteln und Alkohol.
von Eckart von Hirschhausen, TAZ
Einfach so die Zeitung umblättern kann ja jeder. So macht man das richtig!