Die Wanze - Ein Insektenkrimi
- Ameise: Wanze Muldoon
- Wanze: Wer will das wissen?
sinnlos aber egal. irgendwie doch nicht. seit 2008 schreibe ich hier sachen rein.
Mit ziemlich genau einer Woche Verspätung noch Tag 3 des Gastspiels

Heute dann der dritte und letzte Tag. Eigentlich könnte man sich fast schon dran gewöhnen morgens lecker frühstücken, eine Stunde Vorstellung fahren und nachmittags am See abhängen. Die Vorstellung war für eine Samstagsvormittagsvorstellung gut besucht. Allerdings waren Kinder wie Erwachsene etwas verhalten. Dennoch fand das Stück in Friedrichshafen viel Anklang. Uns hat es auch Spaß gemacht und wir waren mit einem richtig tollem Hotel und gutem Essen bestens versorgt. Eine sehr schöne erste Gastspielerfahrung.
So , die erste Vorstellung liegt hinter uns. Die Kinder hatten Spaß und alles lief fehlerfrei. Keine bösen Erwartungen nach dem Anschalten und sonstige Schwierigkeiten.

Am Nachmittag bin ich dann erstmal eine nötige Grundversorgung kaufen gegangen (Bananen und Bier) und später noch auf einen Abstecher mit der Fähre nach Romanshorn und wieder zurück, was zwar eine Stange Geld gekostet hat aber sehr entspannend und gemütlich war. Dort auf dem Schiff habe ich mich mit einem 85-jährigen Schweizer unterhalten der zwar etwas traurig war dass mit 85 ja nicht mehr so viel passiert es aber trotzdem noch optimistisch gesehen hat. Und sich drüber aufgeregt hat dass heute Essen einfach so weggeschmissen oder vernichtet wird. Das erinnerte mich an einen Ausschnitt aus “We Feed the World”, wo tonnenweise “altes” Brot weggeworfen wird.
In Romanshorn war nicht so viel los. Aber es reichte auch sich auf die Bank zu setzen, zu lesen und nichts zu tun.
Eine Viertelstunde nach Plan sind wir los gekommen. schon auf der B14 raus aus Stuttgart ein Stau und kurz danach ein blinkendes Öllämpchen. An einer Raststätte im Schönbuch, also eigentlich noch gar nicht weit weg von daheim, haben wir dann Öl nachgefüllt. Dass es von dem Öl 5W30 verschiedene Varianten gibt, habe ich auch erst heute gelernt. Dann also ab zum Bodensee! Dort angekommen erstmal direktissima durch die Fußgängerzone gebrettert. “Wir sind Gäste des Hotels und anliefern wollen wir eigentlich auch was.”
Am Kiesel angekommen erwartete uns Josh der sehr unaufgeregte Techniker mit dem wir schnell die Bühne hochzogen und leuchteten. Von dem reibungslosen einlesen der Show waren wir dann beide überrascht, denn was manchmal im Kanal- und Versatznummern-Super-GAU endet ging bei uns mit ein paar Klicks . Lediglich das richtige Format musste gefunden werden. Und so haben wir dann 1,5 Stunden früher Feierabend gemacht.

Das Kulturamt, dass uns schon bei der Ankunft mit Kaffee und Keksen prima versorgt hatte, drückte uns Essensgutscheine in die Hand mit denen wir dann in einem sehr gemütlichen Restaurant am See ein leckeres Curry bekamen. Auf dem großen Display lief Planet Erde im Loop. Mal was anderes und irgendwie cool.
Heute hatte ich erst am späten Nachmittag Dienst. Was eigentlich ganz nett ist, da man ja den restlichen Tag noch zu Verfügung hat. Die Dienstzeit verschiebt sich dann natürlich ordentlich nach hinten. 22 Uhr gilt noch eher als früher Abend in meinem Beruf, trotzdem will auch irgendwann nach Hause. Wir hatten einen Umbau bei dem ich hauptsächlich Licht gehängt, gekabelt und gefärbt habe. Ich weiß nicht warum aber ich hatte das Gefühl, das ich wesentlich schneller und präziser arbeitete als an so manchem Nachmittag oder Vormittag. Liegt das an der langen langen Ruhezeit? Hat man/ habe ich gegen Abend noch freisetzbare Kraftreserven, die dann raus gepustet werden. Oder denkt sich der Körper einfach “je schneller ich fertig bin, desto schneller habe ich auch wieder Ruhe.” Wenn man spät Abends noch arg aktiv ist, braucht man etwas, bis man wieder unten ist. Direkt schlafen gehen nachdem man heim kommt, ist fast nicht möglich. Als ich in einem anderen Theater die 23:30-Schichten hatte, war ich regelrecht aufgekratzt. An Schlaf war da bis 2:00 nicht zu denken.
Noch vor Weihnachten war eine kleine Produktion aus der Schweiz bei uns. Die zwei hatten ihre eigene Technik dabei und wollten mit ihrem Dimmer auf unsere Scheinwerfer im Rigg gehen. Gesagt getan. Die Tontechnik wurde hinter den Kulissen aufgebaut. Das spielte alles auf Anhieb, da das alles schweizer Geräte waren. Und da sind wir auch schon beim Thema. In der Schweiz haben sie andere Stecker. Ähnlich wie unsere Euro-Stecker plus ein Pin in der Mitte. Der Dimmer kam auch von ihnen inklusive des kleinen Steuerpultes, das noch mit 0-10 Volt Steuerung arbeitete. (0-10V=Analog, DMX=Digital) Vom Dimmer wurden die Schweizer Kabel mit Adapter bis zum Scheinwerfer gelegt. Nach der zweiten Vorstellung kam dann das Problem: die Scheinwerfer flackern! Und los zur Fehlersuche. Unterwegs fand ich noch eine extrem falsch verschalteten Ceekon- Adapter. Zuversichtlich habe ich den Adapter repariert und das Flackern verschwand. Die Schauspieler waren glücklich und ich bekam sogar noch eine Flasche Wein für meine Mühen.
Nach der zweiten Vorstellung flackerte es dann wieder und ich wusste auch keine andere Möglichkeit als alles ganz auf unser System umzustricken, was man eigentlich schon von Beginn an besser gemacht hätte. Jetzt stand statt dem Retro-Holz-Pult unser kleines Rummelplatz-Blinke-Blinke-Lichtpult im Bühnenbild. Aber in so einem Fall muss man Kompromisse eingehen.
Beim Abbau galt es dann die gezogen schweizer Kabel und hin und her adaptierten Leitungen wieder abzubauen und in ursprünglichen Zustand zu bringen. Beim letzten Licht hängen vor ein paar Tagen hab ich dann noch die letzten Kabel und Adapter gefunden.
Fazit: Mein Rigg bleibt Deutsch! :) die interkulturelle “Hochzeit” muss am Boden stattfinden! Soviel zu Multi-Kulti Lichttechnik.
Es begab sich also im August, dass ein Geruch vom König aus ging…
- Ox und Esel
In den letzten Tag kurz vor dem Urlaub habe ich einige Tage auf einem Freidhof gearbeitet. Natürlich im Sinne von “Veranstaltungstechnik”. Es war ein Stück bei dem das Publikum einem mit Petroleumlampen markierten Weg folgt und immer wieder auf Stationen stößt, an denen dann gespielt wird. Auch diese Stationen sind nur von Petroleumlampen und Kerzen erleuchtet. Was wirklich sehr eindrucksvoll aussieht und sehr gut zu dem Stück und natürlich noch viel besser zu so einem Spielort passt als herkömmliche Scheinwerfer. Mein Job bestand also darin die Kerzen und Pertroleumlampen an den Start zu kriegen und auf dem Freidhof zu verteilen. Die Petroleumlampen mussten alle gefüllt werden und ich glaube da wo wir das gemacht haben wird nie wieder Gras wachsen =)
Auf dem Friedhof zu arbeiten macht man nun auch nicht alle Tage und es war vor allem am Anfang ein sehr eigenartiges Gefühl dort nicht zu sein weil man das Grab von jemandem bescuht sondern um dort ein Theaterstück einzurichten. Und natürlich war es noch mitten in der Nacht was das ganze nicht angenehmer macht. Allerdings legte sich das alles nach dem zweiten Tag. Der Mensch ist halt doch ein Gewohnheitstier.
Während der Arbeit kamen immer wieder Leute auf uns zu und erkundigten sich was wir denn mit all den Lampen vorhaben. Auf die Antwort, dass wir hier Theater spielen, reagierten viele überrascht und interessiert. Aber es waren auch einige die darüber sehr erbost waren und es unmöglich fanden auf einem Freidhof Theater zu spielen. Viele wollten auch nicht verstehen dass das Stück die Ruhestätte nicht herabwürdigt sondern sich mit dem Tod und dem Schmerz und Trauer der Angehörigen auseinader setzt.
Ein Tanzstück hatte gerade bei mir im Theater Premiere. Die letzten paar Wochen hörte man überall die Musik, wenn man durchs Haus lief. Gerade die Titelmusik hat sich eingebrannt. Die Beleuchtungseinrichtung und die Proben ergaben das übrige. Auf der Premierenparty liefen die Stücke nochmal. Bei den jüngeren Tänzern scheint das derart verknüpft zu sein, dass sie spontan die Choreo tanzten. Jetzt summe ich das Lied, während die Bahn kommt. Ahhhh…. Ohrwurm! Aber ein guter. Genau wie das Stück :)
Gestern hatte das zweite Stück, dass ich an meinem neuen Arbeitsplatz betreute, Premiere. Für mich war es aber auch eine Premiere in meiner Theaterarbeit. Bei dieser Produktion habe ich das erste Mal so richtig alles selbst erarbeitet. Licht, Ton, Technik lag auf meinen Schultern. Und es hat Spaß gemacht! Solche Produktionen verbinden mit der Regie und der Regieassistenz. Aber man baut auch eine Beziehung zu den Schauspielern auf, auch wenn man nicht mit allen zu tun hat. Und der Premierenabend ist der Beginn. Dann ist man ein Team. Ich freue mich auf die nochkommenden Vorstellungen.

Foto: JES Stuttgart
Ich suche nun schon seit längerem nach einem Cue-Abfeuer-Programm das weitgehend umsonst bis komplett FREE ist. Und hab jetzt endlich eines gefunden.
Am Sonntag war Bülent Ceylan bei uns im Theater mit samt Techniker. Und der hatte auf seinem Notebook die Software Cuefire. Die Software ist kostenlos und an bei Theaterproduktionen, Comedy, Konzerte, Firmenevents, TV Shows, usw schon sehr etabliert. Obwohl ich mir dieses Programm nicht wirklich in einer unserer Theaterproduktion vorstellen kann. Aber das was es soll macht es super und ich finds wahnsinnig gut!!!Das Programm wird von einer Firma aus Reutlingen entwickelt und es sieht so aus als ob die noch einiges vor haben.
Ich werde drüber noch ne kleine Podcastfolge machen.
Kleine Anmerkung: Ich krieg dafür kein Geld, das ist meine Meinung nach 2 Tagen testen.
Die „Gosch aus Mannem“ - der Comedian Bülent Ceylan - legte sich mit seinem Programm „Kebabbel net“ mächtig ins Zeug und bewies ein ums andere Mal, weshalb der Deutschtürke aus Hessen derzeit mit zu den erfolgreichsten Kabarettisten gehört. In geselliger Runde klang bei einem Stehempfang im Foyer des Theaters die Sportlerehrung aus.
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STIMME.de 232 Sportasse im Mittelpunkt
War echt super !!! Aber seit wann liegt Mannheim in Hessen
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