• Kunst: Und dann kannst du noch was von dem Bühnenmull rum machen.
  • Technik: Bühnen-Mull?
  • Kunst: Mull. So schwarz.
  • Technik: Meinst du Klebeband oder Stoff?
  • Kunst: Stoff.
  • Technik: Ah. Bühnenmolton.
  • Kunst: Ja genau. (lacht)

Auf Grunde meines Jobs war ich mal wieder unterwegs. Dieses mal ging es an das Theater Winterthur. Mit dem Stück “Die Wanze”. Ein perfektes Gastspiel-Stück, da es mit wenig Aufwand auskommt. Dementsprechend schnell ging der Aufbau. Etwas länger dauerte die Lichteinrichtung was aber auch ganz normal ist. Andere Entferungungen, andere Scheinwerfer, andere Kanalnummern. Ich entschied mich die Lichtstimmungen auf dem dortigen Pult mit dem Winterthurer Kollegen neu zu programmiern. Ich hatte unsere Show zwar noch auf Diskette dabei. Aber das Format kannte das dortige Pult nicht. Eine ASCII-Datei hätte, die im allgemeinen ganz gut angenommen wird, hätte ich auch noch gehabt. Leider nur auf USB-Stick. Aber USB konnte das Pult noch nicht.

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Um 17:00 Uhr war die erste Vorstellung, die mit einem sehr gemischtem Publikum ut besucht war. Kinder, Eltern aber auch Jugendliche und junge Erwachsene die in den Samstagabend starteten. Sonntags war das Publikum leider sehr äh…. schweizerisch. Etwas ruhig und verhalten. Montags dann die Schulvorstellung bei der es natürlich wieder ein bisschen lebendiger zuging. Was ja auch gewollt ist. Wir waren im Parkhotel, ganz in der Nähe zum Theater, untergebracht. Tolles Hottel in toller Lage und natürlich tollem Frühstück. Da die Preise für Essen gehen in der Schweiz dann doch sehr teuer sind, entschieden wir uns für eine Pizzaria. Am zweiten Tag für die gleiche. Sonntag Abend stand noch Kino auf dem Programm. Das Kino war in einem Haus in einer Häuserzeile in der Innenstadt und wirkte nich übermäßig groß. Als wir aber dann nach dem Kinosaal fragten, wurden wir in das dritte Untergeschoß gelotst. Ebenso weit ging es auch noch nach oben. Nach der letzten Vorstellung und einem schnellen Abbau ging es wieder Richtung Heimat. Wir sollten die Landeshauptstadt grüßen, wurde uns von dem Lichttechniker aufgetragen. Er hatte einige Zeit am Staatstheater in Stuttgart garbeitet. Generell waren am Theater dann doch viele aus Baden-Württemberg aber auch aus anderen Teilen Deutschlands beschäftigt. So viel dazu. Ein schönes Gastspiel.

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Im Vorfeld hörte ich nur, dass es arbeitstechnisch ein riesen Klopper wird und man arbeitet bis nichts mehr geht und dann nochmal ne Stunde. Aber so war es nicht. Die Schöne Aussicht ist ein internationales und regionales Theaterfestival, das mein Arbeitgeber alle zwei Jahre ausrichtet. Zum einen waren Gruppen aus ganz Europa da. Die regionale Komponente sind die anderen  Kinder- und Jugendtheater  als Sparte an großen Theatern oder als eigenständiges Theater. Natürlich  trifft sich dort auch gefühlt die komplette Theaterszene  von denen ich natürlich keinen kannte. Ich traf lediglich ein paar Leute aus meiner Ausbildung in Heilbronn und aus Bewerbungversuchen.
Wie auch bei Gastspielen ist es interessant zu sehen wie andere Gruppen arbeiten oder das Bühnenbild gemacht ist. Nur das die die  Gruppen zu einem kommen. Das bedeutete für uns als lokales Technikteam LKW ausladen, Licht hängen, Bühnenbild aufbauen, leuchten, Vorstellung, danach wieder alles in den LKW und der nächste bitte! Nebenher wollten noch Filter im Foyer gewechselt werden, die Stühle für das Gespräch  aufgestellt und Thekentonanlage wieder in den Urzustand gebracht werden. Man war ständig auf Achse.
Im Studio 1, “meiner Bühne” gab es eine begehbare Installation. Mit sehr sehr viel Liebe zum Detail wurde die Geschichte von Schneewittchen und den 7 Zwerge erzählt. Man bekam Kopfhörer, über die man eine auf den Raum abgestimmte Atmosphäre und die Geschichte hörte. Die 2 Künstler die damit bei uns waren waren sehr nett und freuten sich riesig als ich und 2 Kollegen am letzten Tag es dann auch endlich mal schafften uns das Stück anzuschauen, dass wir bis dahin nur vom aufbauen kannten. Der Schweizer, der auch das “Bühnenbild”gebaut hatte, war ein sehr unaufgeregter und entspannter Mensch. Als es an das aufhängen des Kronleuchters ging, wirkte es als würde er kurz meditieren um uns dann zu sagen, im heiklen Moment würde er nicht mehr sprechen… Also hoch mit dem Kronleuchter.
Als allerletzten Act hatten wir “Before you very Eyes” Scheinbar DAS Stück 2012. Die Gruppe aus Belgien war auch bei den Berliner Festspielen, bei denen ich auch mit einer Gruppe dabei war.
Die 7 Kinder, die an der Schwelle zur Pubertät stehen, durchleben ihr Leben im Schnelldurchlauf und werden immer wieder mit sich selbst, 2 Jahre jünger, über Videoeinspielung konfrontiert. Vieles kommt anders als man sich das in jungen Jahren vorstellte. Und so war es noch ein schöner Abschluss 9 langer Tage die aber dennoch sehr viel Spaß gemacht haben.

http://www.schoene-aussicht.org

http://www.campo.nu/drupal/node/229

http://www.trickster-p.ch/?pagina=1888

Tag 1
Nach anfänglichen personellen Schwierigkeiten am Vortag der Abreise, lief es dann doch. Die Strecke Stuttgart - Berlin schafften wir in 7 Stunden. Ab Nürnberg war es praktisch eine Dauerbaustelle. Genauer gesagt ab dem Zeitpunkt als wir in die DDR, äh, neuen Bundesländer kamen. Verfahren haben wir uns dann erst in Berlin. Theatertreffen der Jugend im Haus der Berliner Festpiele. Am Theater empfing uns die Abendcrew äußerst herzlich und  lud unseren Sprinter aus. Meine Kollegin und ich wurden zum Essen geschickt. So lässt es sich arbeiten.
Unser Hotel befindet sich in einem Altbau und ist irgendwie alt und nett. Zum Ausklang des Abend sahen wir heute Frühlingserwachen in einer sehr sehr guten Inszenierung. Und überall sind hippe Theaterleute.



Tag 2
9:00 Uhr, die frühstmögliche Zeit wahrscheinlich alle Techniker. Jedenfalls fanden sich zu der Zeit dann alle Gewerke ein und legten wie besprochen los. Ich war es gar nicht mehr gewöhnt so viele Leute auf der Bühne rumspringen zu sehen. Alle waren sehr aufgeschlossen, motiviert und waren mit sehr viel Freude und Routine bei der Arbeit. Für ein reines Gastspielhaus ist das die richtige Voraussetzung. Ich fand es außerordentlich gut.   Auch technische Probleme wurden schnell und professionell beseitigt. Vielen vielen Dank an die ganze Technikcrew.
Unser “Oldschool”-Pult gibt ein veraltetes DMX-Signal aus. So etwas merkt man auch erst wenn man mal in anderen Systemen unterwegs ist. Nach einem Tag Arbeit Abends eine sehr gute Vorstellung die ausverkauft war und bei dem Publikum sehr gut ankam. Der guten Vorstellung folgte auch eine sehr schneller Abbau bei dem kurz mal alle anpackten und die Bühne im Nu leer war. Der Sprinter war dann auch wieder schneller voll als wir gucken konnten. Auf der Abschlussparty spielte eine Band aus Backnang die von uns natürlich gut abgefeiert wurde. Die Schwaben rockten also den letzten Abend der des Theatertreffens.



Tag 3
Der Abbau, der für heute angesetzt war, erledigten wir ja mit der großen Hilfe superschnell am Freitag und so hatten wir noch ein bisschen Zeit um von Berlin mehr zu sehen wie das Theater und das Hotel. Am Vormittag wurden die großen Touriziele abgeklappert. eigentlich interessieren mich an Großstädten eher die Plätze die man nicht auf den ersten Blick sieht. Aber dafür fehlte leider die Zeit. Am Mittag besuchte ich eine Freundin in Steglitz. Was ein sehr gemütlicher Teil von Berlin zu sein scheint. Natürlich Teil einer Metropole. Aber nicht so hektisch und pulsierend, war mein erster Eindruck. Am Nachmittag dann die Heimfahrt, die auch sehr gut verlief. An einer Raststätte trafen wir auf ein Feldhasen und Thüringen ist gefühlt eine einzige Baustelle was die Autobahn angeht.

Links:

Theatertreffen der Jugend

Generation S beim Theatertreffen der Jugend

Ein Stück, dass ich bei mir im Theater betreute, wurde nach Berlin zum Theatertreffen der Jugend eingeladen und das heißt für den Techniker Sprinter voll machen und nach Berlin zuckeln. Bin schon gespannt auch wenn die Vorbereitung stressig sind und es im letzten Moment noch personelle Änderungen gab.