Auf dem Friedhof
In den letzten Tag kurz vor dem Urlaub habe ich einige Tage auf einem Freidhof gearbeitet. Natürlich im Sinne von “Veranstaltungstechnik”. Es war ein Stück bei dem das Publikum einem mit Petroleumlampen markierten Weg folgt und immer wieder auf Stationen stößt, an denen dann gespielt wird. Auch diese Stationen sind nur von Petroleumlampen und Kerzen erleuchtet. Was wirklich sehr eindrucksvoll aussieht und sehr gut zu dem Stück und natürlich noch viel besser zu so einem Spielort passt als herkömmliche Scheinwerfer. Mein Job bestand also darin die Kerzen und Pertroleumlampen an den Start zu kriegen und auf dem Freidhof zu verteilen. Die Petroleumlampen mussten alle gefüllt werden und ich glaube da wo wir das gemacht haben wird nie wieder Gras wachsen =)
Auf dem Friedhof zu arbeiten macht man nun auch nicht alle Tage und es war vor allem am Anfang ein sehr eigenartiges Gefühl dort nicht zu sein weil man das Grab von jemandem bescuht sondern um dort ein Theaterstück einzurichten. Und natürlich war es noch mitten in der Nacht was das ganze nicht angenehmer macht. Allerdings legte sich das alles nach dem zweiten Tag. Der Mensch ist halt doch ein Gewohnheitstier.
Während der Arbeit kamen immer wieder Leute auf uns zu und erkundigten sich was wir denn mit all den Lampen vorhaben. Auf die Antwort, dass wir hier Theater spielen, reagierten viele überrascht und interessiert. Aber es waren auch einige die darüber sehr erbost waren und es unmöglich fanden auf einem Freidhof Theater zu spielen. Viele wollten auch nicht verstehen dass das Stück die Ruhestätte nicht herabwürdigt sondern sich mit dem Tod und dem Schmerz und Trauer der Angehörigen auseinader setzt.