Noch vor Weihnachten war eine kleine Produktion aus der Schweiz bei uns. Die zwei hatten ihre eigene Technik dabei und wollten mit ihrem Dimmer auf unsere Scheinwerfer im Rigg gehen. Gesagt getan. Die Tontechnik wurde hinter den Kulissen aufgebaut. Das spielte alles auf Anhieb, da das alles schweizer Geräte waren. Und da sind wir auch schon beim Thema. In der Schweiz haben sie andere Stecker. Ähnlich wie unsere Euro-Stecker plus ein Pin in der Mitte. Der Dimmer kam auch von ihnen inklusive des kleinen Steuerpultes, das noch mit 0-10 Volt Steuerung arbeitete. (0-10V=Analog, DMX=Digital) Vom Dimmer wurden die Schweizer Kabel mit Adapter bis zum Scheinwerfer gelegt. Nach der zweiten Vorstellung kam dann das Problem: die Scheinwerfer flackern! Und los zur Fehlersuche. Unterwegs fand ich noch eine extrem falsch verschalteten Ceekon- Adapter. Zuversichtlich habe ich den Adapter repariert und das Flackern verschwand. Die Schauspieler waren glücklich und ich bekam sogar noch eine Flasche Wein für meine Mühen.
Nach der zweiten Vorstellung flackerte es dann wieder und ich wusste auch keine andere Möglichkeit als alles ganz auf unser System umzustricken, was man eigentlich schon von Beginn an besser gemacht hätte. Jetzt stand statt dem Retro-Holz-Pult unser kleines Rummelplatz-Blinke-Blinke-Lichtpult im Bühnenbild. Aber in so einem Fall muss man Kompromisse eingehen.
Beim Abbau galt es dann die gezogen schweizer Kabel und hin und her adaptierten Leitungen wieder abzubauen und in ursprünglichen Zustand zu bringen. Beim letzten Licht hängen vor ein paar Tagen hab ich dann noch die letzten Kabel und Adapter gefunden.
Fazit: Mein Rigg bleibt Deutsch! :) die interkulturelle “Hochzeit” muss am Boden stattfinden! Soviel zu Multi-Kulti Lichttechnik.